CaseStudy – Nosor Baladna

Als Europas größter Hersteller und Importeur von orientalischen Halal- und Luxuslebensmitteln ist Baladna seit August 2017 in Deutschland tätig. Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Essen. Insgesamt verkauft Baladna über 300 Artikel in der ganzen EU. Die Produkte kommen zu 95 Prozent aus der Türkei, ein kleiner Anteil aus Ägypten, Sri Lanka sowie Einzelartikel aus Frankreich und aus Polen. Zu den Kunden von Baladna zählen nicht nur die Groß- und Einzelhändler des Etno Marktes in Deutschland; das Unternehmen vertreibt die Ware mit Hilfe von exklusiven Distributoren auch in Frankreich, den Benelux Staaten und Skandinavien.

Der Geschäftsführer Werner Krauss gibt uns in diesem Interview einen spannenden Einblick in die Welt von Baladna.

Wie sind Sie zu Ihrer Position in Baladna gekommen?

Seit 1991 arbeite ich im Food Bereich. Ich komme aus der Lidl Schwarzgruppe und war danach 21 Jahre im außereuropäischen Ausland tätig war. 2017 bin ich auf die Firma gestoßen, genauer gesagt zuerst auf den Inhaber Herrn Kattan. Sofort war ich von dem Unternehmen und der Geschäftsidee begeistert. Es handelt sich hierbei um einen sehr spannenden Markt, der wenig besetzt ist und großes Potential aufweist. Daraufhin beschloss ich, mit Herrn Kattan zusammenzuarbeiten. Seit dem 1. Januar 2018 war ich aktiv bei der Geschäftsstrategie involviert und als Team erreichten wir, das Ergebnis vom Gründungsjahr 2017 sogar zu verzehnfachen. Bis Ende 2018 war ich Kaufmännischer Leiter und 2019 wurde ich dann zum Geschäftsführer ernannt. Seit September dieses Jahres bin ich nun alleiniger Geschäftsführer der Baladna DE GmbH sowie der Geschäftsführer der Baladna Shop GmbH.

Kattan_Krauss

Wie international ist Ihr Unternehmen?

Die Hauptsprache bei uns im Unternehmen ist Arabisch. Wir haben viele syrische Mitarbeiter*innen und haben auch Flüchtlinge als Kolleg*innen aufgenommen. Die zweite große Nationalität, die bei uns repräsentiert ist, ist türkisch. Außerdem haben wir auch amerikanische und holländische Kolleg*innen. Baladna ist ein weltweit agierendes Unternehmen; deswegen ist die Schriftsprache Englisch. Das ist vor allem der Firma in Florida, USA geschuldet, die unsere Ware auch in den USA und Kanada verkauft.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein Tag startet meistens um halb sechs. Zwischen halb acht und acht bin ich im Büro. Ich mag es, früh im Büro zu sein, da ich die Zeit brauche, um E-Mails zu schreiben und mich auf den Tag vorzubereiten. Um neun Uhr fängt es erst richtig an – da haben wir eine kurze Besprechung mit den Abteilungsleitern. Diese berichten uns dann, was am heutigen Tag bevorsteht und informieren uns, was sie am gestrigen Tag noch erledigt haben. Danach nehme ich mir die Zeit für Papierarbeit – z.B. Briefe unterschreiben, Rechnungen freigeben etc. Anschließend habe ich ein Meeting mit dem Buchhalter, wo wir aktuelle Themen besprechen. Sonst bin ich den ganzen Tag mit den Lieferanten beschäftigt – kontrollieren, ob die Ware rechtzeitig geliefert wird, Kommunikation, Absprache mit den Außendienst, Empfangen von Lieferanten und auch natürlich wichtiges Thema: die Kommunikation mit den Hausbanken.

Werner Krauss

Was ist aktuell Ihre größte Herausforderung?

Unsere größte Herausforderung ist, dass wir mehr Kunden als Ware haben. Wir könnten schneller und mehr wachsen, wenn wir genug Kapital hätten, um entsprechend einzukaufen. Unsere Wege, anders als bei anderen Unternehmen in Europa, erfolgen folgendermaßen: Die Ware wird in der Türkei gefertigt und verladen, anschließend wird sie nach Antwerpen oder Rotterdam versendet. Bis sie bei uns im Lager ankommt und da ihren Prozess durchläuft können zwischen 75 und 80 Tage vergehen. Diese Zeitspanne zu finanzieren, ist eine große Herausforderung.

Wie sind Sie auf October aufmerksam geworden?

Über unsere Kreditversicherung sind wir auf October aufmerksam geworden. Davor wusste ich nicht viel über die Firma und über die Vermittlung von unserem Berater kam es zu einer Video Konferenz. Es war ein sehr freundliches, höfliches Gespräch auf Augenhöhe, was mir sehr gut gefallen hat. Die Unterlagen wie die Bilanz, Liquiditätsplan etc., haben wir geschickt, woraufhin diese von October bewertet wurden. Nachdem October die Dokumente für gut befunden hat, erhielten wir im Februar 2021 unseren Kredit.

Wie fanden Sie die Betreuung und den Kreditvergabeprozess?

October ist sehr praxisorientiert. Anders als bei anderen Kreditgebern wird nur gefordert, was gebraucht wird. October konzentriert sich auf das Wesentliche und arbeitet sehr zielbewusst. Sie wissen, dass man nicht ewig auf Entscheidungen warten kann; sie handeln schnell, sobald sie alle Unterlagen vollständig vorliegen haben.

Warum haben Sie sich für einen online Kreditgeber entscheiden und nicht für einen klassischen Bankkredit?

Die super schnelle Bearbeitung und die Unkompliziertheit von October hat uns überzeugt.

Für welche Investitionen haben Sie den Kredit verwendet und merken Sie schon, dass sie Auswirkungen haben?

Wir haben das Geld, welches wir von October bekommen haben, hauptsächlich zum Wareneinkauf verwendet – also ein klassischer Wareneinkaufskredit. Der Kredit hat uns ein gutes Ergebnis für unsere Hauptsaison, die Ramadan Saison, die dieses Jahr bereits Mitte März eingesetzt hat, ermöglicht. Wir konnten für diese Zeit viel mehr Ware kaufen und dementsprechend viel mehr verkaufen.

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Welche Trends beschäftigen Sie aktuell? Wo soll die Reise für Baladna hingehen?

Wir stellen fest, auch von Filialisten von REWE und Kaufland, dass die Orientalische Küche deutlich im Kommen ist. Der Trend, welchen wir bereits seit 2019 folgen, ist der digitale Bereich. Diesen haben wir auch massiv aufgebaut und ist derzeit auf vollen Touren: Wir verfügen über unsere eigene Baladna App, dem Baladna Webshop, einer Präsenz bei Amazon Prime, bei Ebay und natürlich auch über unsere Baladna Plattform mit REWE und Kaufland. Bei der Firmen App haben wir auch einen Trend gesetzt, indem wir nicht nur die Ware zeigen, sondern auch Rezepte präsentieren. Wir wollen den Kunden mit den ungewohnten Rezepten vertraut machen und sie dabei Schritt für Schritt mit einer detaillierten Erklärung mitnehmen. Außerdem sind unser Web Shop und unsere App in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch und Türkisch) verfügbar.

Ein interessanter Trend, welchen wir ebenfalls verfolgen, ist im Bereich Fusionsküche: Hier werden aus europäischen und orientalischen Komponenten Gerichte erstellt.

Wo sehen Sie Baladna in 5 Jahren?

Baladna ist mit Sicherheit aufgrund der größeren Fläche der führende Lieferant für den deutschen bzw. europäischen Filialeinzelhandel. Innerhalb von fünf Jahren wird Baladna den deutschen Halal-Retail-Markt dominieren und zum europäischen Distributionszentrum des Unternehmens werden. Da wollen wir hin und da kommen wir auch hin, weil die Nachfrage sehr hoch ist. Darum wollen wir, dass uns October als Geschäftspartner verbleibt. Wir hoffen, dass auf dieser bereits erfolgreichen Zusammenarbeit noch weitere gute Deals entstehen, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen.

Planen Sie noch weitere Investitionen?

Ja, definitiv!

Würden sie October weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Ich würde October jedem weiterempfehlen. Letztes Jahr kannte ich October nicht. Ich bin erstaunt, dass so eine Firma in einer wichtigen Lücke reinspringt und es so toll umsetzt. Ich würde es jedem guten Gewissens weiterempfehlen. Wenn man schnelle, unkomplizierte und vor allem faire Hilfe für ein gutes Projekt haben will, dann hört man dir bei October zu. Auch das ist nicht immer üblich im Bankenwesen in Deutschland und in Europa.

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